Herzlich willkommen auf unserer grünen Homepage!

 Liebe Freunde der Botanik, liebe Mitglieder,

heute wäre unser Ausflug zur Landesgartenschau gewesen und leider muss auch das Gemüse-Schnitzen mit Frau Wetzel ausfallen, da wir dabei Lebensmittel zubereiten würden und die Räume nicht für eine angemessene Personenzahl zur Verfügung stehen, so dass sich der Aufwand lohnt - dafür bitten wir um Verständnis!

Gemüseschnitzen

Nach ausgiebigen Regenfällen kann unsere Natur endlich wieder aufatmen - haben Sie übrigens die vorletzte Linde der neuen Allee beim zukünftigen Wertstoffhof oberhalb der Mittelbiberacher Steige bemerkt? Bis vor kurzem sah es aus, als ob sie nicht angewachsen wäre, aber vor gut einer Woche hat sie doch noch ihre Blätter hinausgeschoben: offenbar war erst jetzt genug Wasser in ihrem "Hydraulikschlauch", dass sie den nötigen Druck zum Austreiben aufbringen konnte - wie erfreulich :-)

Bestimmt konnten Sie schon die ersten leckeren Salate, Radieschen ... aus ihrem Garten ernten, womöglich schon knackige Gurken aus dem Gewächshaus, würzige Kräuter aus dem Hochbeet oder aktuell die schönen Erdbeeren, Sommer-Himbeeren und vieles mehr: Guten Appetit, es geht einfach nichts über frische Zutaten aus dem eigenen Garten! Wussten Sie übrigens, dass die sogenannten Herbst-Himbeeren eigentlich zwei Mal tragen? Nämlich ebenso wie die Sommer-Himbeeren, an den Ruten des Vorjahres, wenn Sie ein paar davon nicht abschneiden. Jedoch sind diese Himbeeren meist nicht so groß und süß wie die späteren ab etwas August.

Jetzt ist die richtige Zeit zum Schneiden: sowohl ihre Hecken und Form-Gehölze als auch die krautigen, jungen Triebe an Reben oder Spalier-Obst. Aber VORSICHT: kommende Woche wird es heiß und deshalb sollte der Schnitt nicht zu "scharf" ausfallen, denn bisher unbelichtete Blätter werden dadurch plötzlich der Sonnenstrahlung ausgesetzt und können einen Sonnenbrand davontragen.
Bei Beeren und Obst- Gehölzen darf man jetzt für eine gute Belichtung der angesetzten Früchte sorgen, aber bitte bedenken  Sie, dass die Pflanze zur Ausreifung der Früchte auch noch genügend Blätter zur Photosynthese benötigt, z.B. braucht ein Baum zur Ausreifung eines Apfels 20 gesunde Blätter. Zählen Sie bei einer Traube zwei Blattachseln nach der letzten Rispe und schneiden Sie erst danach ab. Sehr dünne Triebe können entfernt werden und solche ohne Fruchtansatz werden auf einen kurzen Zapfen mit 1-2 Augen (Blättern) zurückgeschnitten.

Der natürliche "Juni-Fall" bei dem sich ein Obstbaum aller schlecht befruchteten oder überzähligen Fruchtansätze entledigt, ist vorüber und so können Sie jetzt bei Spalierobst, Spindeln und Säulen-Bäumen gegebenenfalls den Behang noch ausdünnen, was bedeutet, dass Sie nicht mehr als 2 Früchte auf einem "Fleck" weiterwachsen lassen. Dies fördert 1. die Qualität der belassenen Früchte und 2. entlastet dies den Baum bei der Anlage der Blüten für nächstes Jahr: bei Kernobst - also Apfel, Birne und Quitte - steht der Fruchtbehang zeitlich und "kräftemäßig" in Konkurrenz zur Blütenbildung für das Folgejahr: der Fachmann spricht hier von Alternanz. Starkwüchsige Apfelsorten wie der Jakob-Fischer beispielsweise neigen sehr stark dazu.

Leider muss ich Sie auch aktuell informieren, dass dieses Jahr wieder der Feuerbrand unterwegs ist, eine bakterielle Erkrankung die besonders Birnen-, Quitten- und Apfelbäume bedroht, aber auch Wildsträucher aus der Familie der Rosengewächse wie den Weißdorn. Bitte verfallen Sie nicht in Panik, denn die Symptome ähneln stark an die Pilzerkrankung durch Monilia, aber seien Sie derzeit besonder aufmerksam für diese Pflanzen und beachten Sie für Ihre weitere Information folgenden Link:
https://www.kob-bavendorf.de/Service/krankheiten-und-physiologische-stoerungen/feuerbrand-1 
Sollten Sie eine Erkrankung befürchten, wenden Sie sich zunächst an die Kreisberatungsstelle in Biberach, an Herrn Ego.

Um diese Jahreszeit können außerdem Blütensträucher, die bereits verblüht sind, ausgelichtet werden, v.a. die Forsythie, die man meist zugunsten der Blüte im laublosen Zustand ausspart. Selbst an manchen Rosen kann man bereits die ersten abgeblühten Dolden abschneiden - beobachten Sie dabei mal entlang des Triebes nach unten, ob Ihnen die Rose durch einen neuen kleinen Trieb nicht bereits schon zeigt, wo sie geschnitten werden möchte ..

Nun wünschen wir allen eine bunte und genussvolle Sommerzeit - auch wenn uns allen die angesagte, plötzliche Hitze wahrscheinlich sehr zu schaffen macht...

 Nach wie vor gilt:   #support-your-locals.de

Und bleiben Sie weiterhin gesund!

Ihre Vorstandschaft

 

Der Obst- und Gartenbauverein Reute...

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