Herzlich willkommen auf unserer grünen Homepage!

 Liebe Mitglieder, liebe Garten-Fans,

nach ein paar herbstlich anmutenden Tagen hat sich der Sommer doch noch nicht verabschiedet – es ist ja erst Anfang September, auch wenn uns bereits die Lebkuchen in den Regalen verführen möchten… lassen Sie sich nicht hetzen, genießen Sie stattdessen einfach die letzten Sommertage mit all den knalligen Farben und Düften: Rosen, Sommerflieder, Sonnenhüte, dabei die Fetthennen oder prächtige Hortensien und auch die Gräser sind auf dem Höhepunkt ihres Wachstums angekommen. Es ist auch herrlich anzusehen, wie es summt und brummt in den Gärten: immer mehr Gartenbesitzer achten inzwischen bewusst auf Pflanzen mit ungefüllten Blüten, fragen nach insektenfreundlichen Blumen, die Pollen und Nektar auch für Wildbienen bieten. Haben Sie vielleicht auch schon die blau-schwarze Holzbiene gesehen? Diese größte heimische Wildbiene ist im wahrsten Sinn des Wortes ein „Riesen-Brummer“!Holzbiene pixabay

Der Aufruf im letzten Mitteilungsblatt, nötige Rückschnitte von Hecken, Sträuchern und Bäumen an Gehweg oder Einfahrten durchzuführen, kam genau richtig. Im September kann außerdem an Rosen oder auch Obstbäumen noch der sogenannte Spätsommerschnitt– besonders die Walnuss bevorzugt diesen – durchgeführt werden, nicht nur um Lichtraumprofile etc. freizuschneiden.
Wenn dann noch eine öffentliche Grüngutabfuhr angeboten wird, können Sie diese natürlich nutzen, aber bitte in Maßen: schneiden und putzen Sie ihren Garten auf keinen Fall blank – Sie nähmen den Pflanzen und Tieren dadurch ihren „Wintermantel“, Brutplätze für nützliche Insekten in Stängeln, Laubhaufen für Igel, und alle Schnittwunden werden mit dem abnehmenden Saftstrom in den Pflanzen nicht mehr versorgt, sind also „frisch operiert“ dem schlechten Wetter der Wintermonate ausgesetzt. Besser ist es, Sie erledigen diese „Säuberung“ nach der Winterruhe der Natur.

Im Zuge der aktuellen Obsternte sollten Sie vorbeugend verpilzte oder faulige Früchte aus den Bäumen entfernen, ebenso Laub von erkrankten Bäumen oder Rosen. Diese aber bitte nicht auf Ihren Kompost sondern in den Müll.

Apropos Früchte: die Ernteprognosen für Streuobst kündigen ca. 850.000 Tonnen für diesen Herbst an, vor allem der Beitrag aus West- bzw. Süddeutschland ist eine gute bis hohe Erntemenge dank der Niederschläge und nach einem sehr schwachen Jahr 2019. Der Verband der Deutschen Fruchtsaftindustrie e.V. berichtet auch, dass inzwischen 50 % der Streuobstbestände Bio-zertifiziert sind, denn für dieses Obst wird zum Teil doppelt so viel bezahlt als ohne Zertifikat. Grundsätzlich ist ökologisches Bewirtschaften von Mutter Erde auf jeden Fall wünschenswert und eigentlich der einzige gangbare Weg. Zumindest beim Streuobst macht Bio verglichen mit konventionell in der Praxis allerdings keinen Unterschied. Eine Mosterei braucht aber eine getrennte Infrastruktur, wenn Sie auch Bio-Obst annehmen will. Eine Aufrüstung und Investition, die womöglich kleine Mostereien in unserer weitläufigen, ländlichen Region nicht mitgehen können und damit langfristig verschwinden. In der Folge muss der Obstlieferant weitere Wege fahren – alles andere als ökologisch, oder?
Übrigens: Bio-zertifziert heißt, keine Pesitzide zu spritzen – nicht zu düngen gehört allerdings nicht zur biologischen Landwirtschaft. Zwar erreicht man durch Abmagerung des Bodens mehr Artenvielfalt im Grünland, aber die Bäume brauchen für ihre Fruchtleistung schon auch einen Ausgleich in Form von organischem Dünger, z.B. Hornmehl. Dieses sollte aber unter die Grasnarbe im Wurzelbereich gebracht werden.

Ab Oktober,  wenn der Boden noch warm vom Sommer ist, ist dann endlich auch wieder die beste Pflanzzeit für alle Gehölze und Stauden, wurzelnackte Obstbäume und Rosen und natürlich auch die Zwiebeln der Frühjahrsblüher.

Seien Sie gegrüßt in der Vorfreude auf einen bunten Herbst und eine dankbare Ernte

Ihre Vorstandschaft

 Nach wie vor gilt:   #support-your-locals.de

Und bleiben Sie weiterhin gesund!

Foto: pixabay

 

Der Obst- und Gartenbauverein Reute...

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