Alles neu macht der Mai!

So wird es nun höchste Zeit, dass sich auch der OGV Reute wieder mal meldet.

Man hat wettertechnisch zwar das Gefühl, dass wir noch irgendwo zwischen Winter und Frühling stecken, die Natur hat dennoch ihr neues grünes Kleid angezogen, die Obstbaumblüte ist fast vorbei – nur der ‘Krüger’s Dickstiel‘ ist typisch noch fast kahl -, zahlreiche bunte Blüten haben uns schon erfreut und nun ist endgültig Hochsaison im Gemüsebeet und bei den einjährigen Sommerblumen.

Dieses Jahr steht wieder die Blumenschmuck-Prämierung in Reute und Mittelbiberach an – es lohnt sich also in jedem Fall, jetzt Balkonkästen, Beete, Sautröge, Milchkannen, Fahrradtaschen, Paletten, … mit farbenprächtigen Blumen zu gestalten. Aber auch in der 2. Kategorie werden in den Vorgärten stilvoll angelegte Beete mit Rosen, Gräsern und winterharten Stauden beachtet, die zur Verschönerung des Dorfbildes beitragen. Selbst eine Garagen-Dachbegrünung, die von der Straße aus sichtbar war, kam letztes Mal zu Ehren!

Vergangene Woche waren bei einer Kontrolle im Buchsbaum ein paar alte Puppen des Zünslers und gestern doch tatsächlich auch eine kleine Raupe zu finden. Der Befallsdruck durch diesen Schädling war zwar letztes Jahr nicht so schlimm, erledigt hat sich das Thema aber noch nicht: wir werden wohl auch damit lernen müssen, zu leben …

Für den Erhalt von vielfältigem Leben im Kreis Biberach setzt sich der Landschaftserhaltungsverband (LEV) ein. Aktuell können sich Naturliebhaber noch bis zum 30. Mai zu einem Natur-Wettbewerb anmelden, bei dem das im Fokus steht, was sonst meist gar nicht beachtet wird: Säume, Raine, Feldwege, Brachen, Gewässerrandstreifen, …in der freien Landschaft. Abseits von Nutzen oder Schönheit, sollen Flächen entdeckt und ihr ökologischer Wert genauer betrachtet werden. Teilnahmebedingungen und genaue Informationen unter www.lev.biberach.de

Glücklicherweise kommt auch das Thema „Wildbienen“ immer mehr im Bewusstsein der Menschen an, Pflanzen sind mit „bienenfreundlich“ gekennzeichnet und immer öfter sieht man, dass beim Mähen in den Gärten blühende Flächen ausgespart werden. Dennoch gibt es zu Wildbienen auch mehr zu wissen und zu tun, als nur ein Insektenhotel aufzuhängen. Wie bei den Gartenvögeln zum Beispiel auch, reicht es nicht, für einen Unterschlupf oder eine Nistmöglichkeit zu sorgen. Sollen sich Arten in Ihrem Garten auf Dauer ansiedeln, muss auch Nahrung vorhanden sein, sowohl für die erwachsenen Tiere als auch für die Brut. Im Fall der Wildbienen ist dies einerseits der Nektar, andererseits sammeln sie auch Pollen und legen jeweils eine Portion zu den abgelegten Eiern. Darüber hinaus sind viele Wildbienen auf bestimmte Pflanzen bzw. Blüten spezialisiert.

Die Mai-Langhorn-Biene ist übrigens die Wildbiene 2021.mai langhornbiene felix fornoff br nur wibidesjahres 680x453
Laut Wildbienen-Kataster ist sie auch in Oberschwaben nachgewiesen – halten Sie also die Augen offen. Der Verlag Eugen Ulmer bietet aktuell Online-Seminare an zum Thema „Wildbienen im Garten“, die sehr empfehlenswert sind - Anmeldung und Infos unter www.ulmer-akademie.de

In diesem Verlag erscheint auch monatlich das interessante Verbands-Magazin des LOGL „Obst & Garten“, das zu einem Bezugspreis von 39,00 € für Mitglieder über den OGV abonniert werden kann – bei Interesse bitte Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das normale Vereinsleben steht momentan leider noch still.
Da es unserem Verein aber so weit gut geht  - wir dürfen sogar neue Mitglieder aus Reute und Mittelbiberach begrüßen - und Gott sei Dank keine wichtigen Posten vakant sind, können wir noch abwarten, bis wir die normalerweise jährlich übliche Mitgliederversammlung einberufen. Solltet Ihr dennoch ein Anliegen haben, dürft Ihr Euch natürlich jederzeit an uns wenden.

Bleibt alle gesund und genießt Natur, Balkon und Garten!

Eure Vorstandschaft

Foto: Felix Fornoff, NABU Ba-Wü

Ein gesundes und glückliches Jahr 2021!

OG
Endlich mal wieder ein richtiger Winter – auch wenn alle immer gleich jammern, so ist das Schnee-Schippen doch zurzeit ein Anlass für körperliche Aktivität vor dem Home-Office oder für ein Schwätzchen mit dem Nachbarn über den Gartenzaun hinweg. Egal ob als Regen oder Schnee, der Niederschlag füllt im Boden den Pegel mal wieder auf und wird den Pflanzen gut tun.

Wenn die Obstbäume wieder schneefrei sind und Säge und Schere frisch geschärft, kann nun auch die Schnitt-Saison beginnen. Ein junger Obstbaum bedarf die ersten 5-10 Jahre eines jährlichen Erziehungsschnitts für einen stabilen Kronenaufbau. Danach kann man auch in einen 2-jährigen Turnus übergehen. Dabei sollte man wissen, welche Äste zeitlebens im Baum verbleiben und im Umkehrschluss, welche Triebe ganz weggeschnitten gehören. Sehr wichtig ist dabei auch das richtige Maß: bei einem gesunden Baum müssen 10 % genügen! Andernfalls bildet er viele neue Triebe als Reaktion auf den Schnitt, eine Kraft die auf Kosten der Blütenbildung geht, was ja Voraussetzung für einen Obstertrag ist.

Auch Beeren- und Ziersträucher können jetzt ausgeschnitten werden. Die meisten Sträucher haben ihre natürliche Verjüngungskraft aus der Basis. Das heißt, dass sie neue Triebe von unten aus dem Wurzelwerk wachsen lassen. Also müssen die ältesten, dicksten Triebe weichen damit die neuen Platz und Licht bekommen. Der Schnitt muss deshalb so tief wie möglich über dem Boden ansetzen. Mit einer guten Astschere oder einer Schwert-Säge klappt ein sauberer Schnitt gut, wobei die Schnittfläche so klein wie möglich sein sollte- also bitte keine schrägen Schnitte „damit das Wasser ablaufen kann“ – vergessen Sie bitte solche Sprüche! Spieren, Bauernjasmin, Weigelien, Schneeball, Haselnuss, Johannisbeeren, uva sind so auszulichten, vor allem aber bitte keine „Bubikopf-Frisur“ mit der Heckenschere oben und außen herum. Flieder, Felsenbirne, Zaubernuss verjüngen sich durch Verzweigung im mittleren und oberen Bereich, deshalb sollte man hier sehr aufmerksam und zurückhaltend ältere Äste auf jüngere „umleiten“. Schmetterlingsflieder, Bartblume und Rosen werden besser erst später geschnitten – als Anhaltspunkt sagt man: „wenn die Forsythie blüht“ – dafür aber dann auch kräftig. Apropos Forsythie:  da sie bereits im April blüht, kann man diese jetzt im Winter ganz aussparen und erst nach der Blüte schneiden – eine Faustregel, die Sie übrigens auf alle Sträucher anwenden können und immer richtig liegen.

In der Zeitschrift „Obst&Garten“ unseres Landesverbandes LOGL ist in der Januar-Ausgabe ein toller Leitartikel über winterblühende Ziersträucher https://www.obst-und-garten.de/

Zaubernuss, Schneeball, Heckenkirsche, Scheinhasel, … noch bevor Schneeglöckchen & Co. sprießen, bringen sie Farbe in unsere Gärten und das Frühjahr ist die nächstbeste Gelegenheit für eine Pflanzung.

Übrigens: ein Abonnement der o.a.Verbandszeitschrift ist über die Obst- und Gartenbauvereine als Sammel-Abo vergünstigt zu bekommen. Hier finden sie einmal pro Monat hilfreiche praktische Tipps und Wissenswertes rund um Natur und Garten – auch digital als E-Paper. Sprechen Sie uns darauf an.

„… und wie Samen, der unter dem Schnee träumt, träumt Euer Herz vom Frühling!“

Khalil Gibran

In dieser Vorfreude wünschen wir allen noch ein wenig Geduld und Gelassenheit, schöne Winterspaziergänge in der Natur und weiterhin einen gesunden Winterschlaf.

Eure Vorstandschaft

 

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